Treffen mit den Präsidenten in KesmarkStretnutie s prezidentmi v Kežmarku

Liebe Landsleute, liebe Freunde,
der 27. September 2011 wird für uns ein sehr wichtiger Tag sein und bleiben. An diesem Tag besuchten uns in Kežmarok/Kesmark zwei Präsidenten, nämlich Herr Ivan Gašparovič und der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Herr Christian Wulff.
Der Besuch bei uns fand im Rahmen des offiziellen Besuches des Bundespräsidenten in der Slowakei statt. Obzwar Herr Bundespräsident ein reiches Programm vor sich hatte, haben sich beide Präsidenten entschieden, den Nachmittag uns, den Karpatendeutschen, zu widmen. 

Liebe Landsleute, liebe Freunde,

der 27. September 2011 wird für uns ein sehr wichtiger Tag sein und bleiben. An diesem Tag besuchten uns in Kežmarok/Kesmark zwei Präsidenten, nämlich Herr Ivan Gašparovič und der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Herr Christian Wulff.

Der Besuch bei uns fand im Rahmen des offiziellen Besuches des Bundespräsidenten in der Slowakei statt. Obzwar Herr Bundespräsident ein reiches Programm vor sich hatte, haben sich beide Präsidenten entschieden, den Nachmittag uns, den Karpatendeutschen, zu widmen.

Das erste Treffen mit beiden Präsidenten war schon am Montag, wo einige von uns zum Abendessen im Präsidentenpalais eingeladen worden waren. Bei dieser Gelegenheit haben beide Präsidenten ihre Reden gehalten.

Präsident Gašparovič hat ein Dokument erwähnt, mit dem die Slowakei zu den guten gegenseitigen Beziehungen angeknüpft hat. Obzwar wir keine gemeinsame Grenze haben,

wird Deutschland als Nachbarland bezeichnet. Man hat die guten wirtschaftlichen Beziehungen erwähnt, fast ein Fünftel des slowakischen Exportes geht nach Deutschland, der Umsatz liegt bei 17 Milliarden Euro.

Es wurden aber auch die geschichtlichen Verbindungen betont. Ob es Bergarbeiter, Handwerker, Geschäftsleute, Ritter und Geistige waren, sie trugen alle dazu bei, dass die Slowakei ein wirtschaftlich sehr gut entwickeltes Gebiet des damaligen ungarischen Staates war. Mit diesen Worten hat der Herr Präsident unsere Vorfahren gemeint. Er hat auch die traurigen Kapitel, die Zeit der Abschiebung erwähnt.

Nämlich das Dokument vom Februar 1991, in dem das slowakische Parlament das  Prinzip der kollektiven Schuld verurteilt hat.

Der Bundespräsident hat in seiner Rede hoch geschätzt, dass die Slowakei in allen wichtigen europäischen Strukturen präsent ist, nämlich in NATO, EU, Eurozone, Schengen und dass sie eine stabile parlamentarische Demokratie ist. Er hat erwähnt, dass die deutschen Betriebe fast 90.000 Arbeitsplätze schaffen und dass seit Mai 2011 auch der Arbeitsmarkt in den deutschsprachigen Ländern sich geöffnet hat und auch für die Slowaken Arbeitsplätze bietet.

Am zweiten Tag war dann der Besuch in Kesmark, in der Holzkirche angesagt.

Aus jeder Region unseres Vereines sind unsere Landsleute mit Bussen gekommen, um sich mit beiden Präsidenten zu treffen. Trotz kleiner Verspätung und scharfer Kontrolle beim Eingang in die Kirchen hatten wir die Möglichkeit, uns mit beiden Präsidenten zu treffen. Die Holzkirche war ganz voll und ich danke allen, die zu diesem Treffen stundenlang gefahren sind. In ihren Ansprachen haben die beiden Präsidenten alles wiederholt, was sie schon am Montag gesagt haben.

Ich habe in meiner Ansprache erwähnt, wie wichtig für uns dieser Tag ist und bleiben wird und ich habe kurz über unsere Tätigkeit im Verein berichtet. Unser Hauptziel ist es, die Traditionen unserer Vorfahren zu pflegen und uns um die deutsche Sprache zu kümmern. Wir sind stolz auf unser Erbe, auf das, was unsere Vorfahren in der Vergangenheit geschaffen haben. Die deutsche Sprache ist eine von den wichtigsten Fremdsprachen in der Slowakei. Die deutsche Sprache ist für uns wichtig nicht nur, weil in der Slowakei 40.000 Karpatendeutsche leben, sondern weil die deutschen Firmen fast 90.000 Arbeitsplätze schaffen und nach der Eröffnung des Arbeitsmarktes in den deutschsprachigen Ländern mindestens weitere 100.000 Leute Arbeit finden werden.

Ich habe mich auch bei unserem Präsidenten, Herrn Gasparovič, bedankt. Unserem Präsidenten muss man unseren Verein nicht vorstellen, da er schon mehrmals bei unseren Aktivitäten anwesend war und er nutzt auch jede Gelegenheit, sich mit uns zu treffen.

So war es auch vor zwei Monaten in Kesmark, wo er uns bei der Gelegenheit der Eröffnung des Jahrmarkts der europäischen Volkszünfte kurz besucht hat.  Ich habe mich auch für die Unterstützung bedankt. Vieles von dem, was ich erwähnt habe, gehört in die große Politik. Für uns ist es aber wichtig, dass es gute Beziehungen zwischen der Slowakei und Deutschland gibt.

Und so haben wir uns entschieden, beide Präsidenten mit der höchsten Auszeichnung des Karpatendeutschen Vereins, nämlich mit der goldenen Verdienstmedaille auszuzeichnen. So wurden beide Präsidenten zu Trägern der goldenen Verdienstmedaillen des KDV.

Ing. Anton OSWALD, CSc.

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