Die Gründung von Städten
Das Bild der slowakischen Städte ist durch zwei typische Grundrissformen, die von den Deutschen mitgebracht worden sind, entscheidend geprägt worden. Die Gründung von Städten, ob von königlichen Freistädten an Stelle bereits bestandener, durch die Mongoleneinfälle zerstörter, ursprünglich deutscher Städte, in der Nachbarschaft slowakischer Siedlungen, oder seltener in der freien Landschaft, ermöglichte eine planmäßige Bebauung der Fläche. Oft wurde eine zentrale Anordnung mit rechteckigem Marktplatz und schachbrettartig angeordneten Straßen gewählt. Häufig entstanden Marktplätze aus zwei sich spindelförmig erweiternden Straßen, zu welchen parallel weitere Straßen verliefen. Die meisten Ortschaften im Hauerland weisen eine für Sachsen oder Schlesien typische Anordnung der Bauten auf. Bei Paulisch und Hochwies handelt es sich um Streusiedlungen in sog. Stauden. Die deutschen „Gäste“ in den Städten und Dörfern erhielten Privilegien, deren Vorbild im deutschen Recht zu suchen ist.







