Leidensweg der Karpatendeutschen
Neben den Millionen Deutschen aus dem Osten gehörten auch die Karpatendeutschen zu den Leidtragenden des von Deutschland verursachten Krieges und der Machtpolitik Stalins und Beneschs. Seit November 1944 begann die Evakuierung, insgesammt dürften zwei Drittel der Karpatendeutschen durch die Evakuierung erfaßt worden sein. Viele versuchten nach dem Kriege in die Heimat zurückzukehren, wurden aber, wie die in der heimat Verbliebenen, in Lager gesteckt, und 1945/46 aus der CSR ausgewiesen. Ungefähr 10-15 % der Karpatendeutschen sind aus verschiedenen Gründen in der Slowakei geblieben. Bei der Flucht, Vertreibung, Verschleppung und im Konzentrationslager in Nováky verloren weitere Hunderte Karpatendeutscher ihr Leben. Dadurch wurde in den Jahren 1944-1947 die mehr als 800 Jahre dauernde überaus fruchtbare Kultur und das freundliche Zusammenleben der Karpatendeutschen mit den Slowaken zerstört.
Nach 1945 kamen sich die Karpatendeutschen im zerstörten Deutschland und Österreich recht verloren vor. Kirchliche Organisationen und karpatendeutsche Seelsorger halfen den Verstreuten bei der Zusammenführung ihrer Familien und leisteten auch soziale Hilfe. In ihrem Rahmen entstanden der „Hilfsbund karpaterdeutscher Katholiken“ und das „Hilfskomitee für die evangelisch-lutherischen Slowakeideutschen“. Diese beiden Organisationen gaben 1949 in der BRD Anstoß zur Gründung der „Karpatendeutschen Landsmannschaft Slowakei e.V.“. Auch in Österreich und den USA bestehen landsmannschaftliche Organisationen der Karpatendeutschen.







